Weibliche Mohammedaner in SS-Uniformen, oder: Die Obszönität der Antideutschen

Kaum zeigt man die Verbindung auf zwischen den „Antideutschen“ rund um deren Sprachrohr Stephan Gigrat auf der einen Seite und Neocons auf der anderen, setzt postwendend Christian Ortner wie auf Bestellung mit seinem in der Wiener-Zeitung erschienen „Obszön, nicht religiös“ den empirischen Stempel unter diese Beobachtung.

Wie liberal ist es, ausgerechnet den Staat auf den Plan zu rufen, Bürger per Gesetz vor Nackten auf unseren Straßen zu beschützen? Wie sehr wäre gerade der Aufschrei einer NS-Verharmlosung angebracht, angesichts Ortners schräger Gleichsetzung von Burkas für Frauen heute mit damals von Männern getragenen SS-Uniformen?

Begründbar wird diese Zerrform der Liberalität und die damit einhergehende Schieflage der transportierten Bilder allein mit der propagandistischen Gleichsetzung eines vorgeblich in Deutschland unausrottbaren Faschismus und dessen quasi wesensbedingt Verbündetem in Gestalt des Islamismus. Hinein in den Sack mit beiden, so erfolgt holistischer Antifaschismus heutzutage.

Völlig zur artistischen Yogaübung wird die Argumentation mit dem explizit angeführten Zwang zur Verhüllung für muslimische Frauen durch deren extremistische Verwandte, was in der Analogie darauf hinausläuft, Männer im Dritten Reich wären ebenso gegen deren Willen zur Uniform gezwungen worden, weswegen sie rückblickend so SS-affin nicht gewesen sein konnten.

Dieser Schluß aber wäre laut Ortner und Konsorten unzulässig, ist doch speziell der in der Bundesrepublik vorgeblich immer noch vorherrschende subkutane Faschismus illegitimes Bollwerk wider ein Aufgehen der Bundesrepublik im neu zu errichtenden Vierten Reich, auch Europäische Union genannt.

Das Gewirr aus Symbolik und Zwang, aus Tätern und Opfern läßt sich speziell nach liberalen Maßstäben redlicher und zutreffender aufdröseln als jenes, was uns hier lösungstechnisch inform einer hanebüchenen Gleichsetzung präsentiert wurde und obendrein einmal mehr den Weg ins Totalitäre ebnet, daherkommend als fürsorglicher Pragmatismus im Windschatten von „Nie wieder Faschismus!“

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