G20 in Hamburg, oder: Was Christian Ortner und Stephan Grigat verbindet, so sie überhaupt etwas trennt

Wenn Christian Ortner auf seinem Blog nachträglich bereits veröffentlichte Foreneinträge löscht, dann kann man berechtigt annehmen, es wurde mit dem entfernten Text ein besonderer Nerv getroffen.

Das Posting vom 13ten Juli 2017 00:15, das vor seiner Löschung mindestens einen Tag lang online war:


Wenn Millionaere mit dem Marxismus fremdgehen, sind die Hervorbringungen selten wohlgestaltete Kinder von Philantropie. Das gilt auch fuer die Frankfurter Schule, die ihre Gruendung in Deutschland und spaetere Weiterexistenz in den USA dem ultrareichen Goenner Felix Weil verdankt.

‚Vereint alle Widersprueche sorgsam in einer Theorie und werdet gluecklich!‘, das ist der Einzeiler als Kern der Botschaft der FS, es war und ist Gift in millionen Koepfen, das langsam aber unaufhaltsam mittelbar jede natuerliche Autoritaet in der westlichen Gesellschaft hinwegfegte und durch angebetete Pappfiguren ersetzte.

Fuer heutige Neo-Frankfurter, wie den Wiener Prof. Stephan Grigat, hatte Marx rechtbehalten, die traditionellen und bolschewikischen Marxisten haetten ihn bloss missverstanden. Wiederholt verwiesen Kollegen und ich hier auf die Fingerprints von Leo Trotzki, auf eine vorherrschende Ideologie, die mit Dialektik eine Gesellschaft kapert, sie Schritt fuer Schritt langsam in eine dumme Schafherde umbaut und dann nach Utopia fuehrt. Wer das Neue will, muss zuerst das Alte vernichten, die FS war dazu das intellektuelle Unterfutter.

„Was heißt: antideutsch?“ Gastkommentar von Stephan Grigat, 18:02.2007 – siehe letzter Absatz. In der „Presse“, wo der Artikel ursprünglich erschien, hatte man ihn wohlweislich wieder entfernt.


Grigat, seines Zeichens glühender Europäer, Antideutscher, Antifaschist und Marx-Interpret, ist paradetypisch zur Veranschaulichung, wie perfekt Frankfurter Schule und Neokonservatismus harmonieren und welche Ziele man speziell mit dem omnipräsenten Faschismus-Gespenst anstrebt, indem man mediale Fassaden, Scheinfeinde und Fake-Oppositionen bastelt. Dies darf man zwar in aller Deutlichkeit aufzuzeigen, aber ganz sicher nicht auf OrtnerOnline, dem österreichischen Zentralorgan der Neocons.

Der Legende nach leben wir trotz Fiat-Money, Nullzinsen, absurd hoher Staatsquoten, Bailouts, IMF, Weltbank, BIS und suprantionaler regulatorischer Kartelle lokaler Regierungen im Zeitalter des Kapitalismus. In Hamburg beim G20-Gipfel bildeten die Globalisten am runden Tisch die strahlende Seite jener Medaille, an deren Rückseite symbiotisch linke Terroristen das Krokodil gaben, doch der Erzählung nach kommen die linken Krawallmacher aus einer völlig anderen Giftküche als jene, an denen sie sich medienwirksam reiben.

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