Fake-Opposition reloaded

„Ich bin immer wieder überrascht, welche Artikel hier verlinkt werden.“

So äußerte sich eine Posterin im Forum zu Ortners Blogeintrag vom 12ten Juli 2017 und begründete ihre Überraschung mit einem Zitat aus dem verlinkten Artikel der „Welt“: „Am rechten Rand ist es prinzipiell nicht anders.“

Eine konzise Replik auf diese artikulierte Überraschung: Solange Augsteins „Freitag“ und Joffes „Welt“ die medialen Flanken des öffentlichen Diskurses in der breiten Mittelschicht bilden, solange stellen erkannte Irritationen wie eben bloß ein ausgesprochenes Minderheitenprogramm dar.

Lenin: „The best way to control the opposition is to lead it ourselves.“ — Die sprichwörtlichen Brüche in der Matrix sind inzwischen schon mit Händen greifbar, und dennoch finden nur wenige Menschen den Mut, an der Oberfläche zu kratzen und die richtigen Schlüsse zu ziehen aus dem, was dabei ans Licht kommt.

Stephan Grigat, Professor an der Uni-Wien und Gerhard Scheit, einer der üblichen in Österreich gefeierten ‚Intellektuellen‘, zeigten mit deren Schriften: „Was heißt: antideutsch?“ aus dem Jahr 2007, sowie: „Europäischer Souverän als postnazistisches Tabu“ 2011, wohin die politische Reise gehen solle und welcher mentaler Stützräder man sich hierfür bedienen werde.

Scheit spricht explizit und affirmativ von einem „neokonservativen Wunschbild“, würden die wesensbedingt und unheilbar faschistisch gesinnten Deutschen gemeinsam mit deren ’natürlichen Verbündeten‘, den islamistischen Terroristen, in einer starken und unduldsamen Europäischen Union eingehegt werden. Die journalistischen Speerspitzen gegen den solchermaßen identifizierten ‚Doppelfeind‘ werden exemplarisch taxativ aufgezählt: Henryk M. Broder, Richard Herzinger und Hannes Stein.

Christian Ortner mit seinem Zentralorgan der Neocons und ‚liberales‘ Feigenblatt des Mainstreams war anno dazumals wohl noch zu unbedeutend für die namentliche Aufnahme in die Hall of Fame aller Marktschreier im Sinne Trotzkis, Kriegstrommler, Steigbügelhalter für eine ‚vom Kopf auf auf die Füße gestellte EU‘ und somit journalistisch verdienstvollen Wasserträger der Globalisten.

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